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Ethik: Schüler der GBS erkunden Amtsgericht in Hanau

Ethik-Muss2014-Gericht
Schüler der GBS erkunden Amtsgericht in Hanau

Im Ethikunterricht des Jahrgangs 7 heißt ein wichtiges Thema „Recht und Unrecht“. Aus ihrem (Schul-)Alltag fallen den Kindern natürlich Erlebnisse ein, wo sofort einzusehen ist, wie wichtig es ist, ein (Un-)Rechtsbewusstsein zu haben. Wir erarbeiteten auch, wie wichtig es ist, dass man sich darauf einigt, was Recht und was Unrecht ist. Aber was tun, wenn jemand ein Unrecht begangen hat? Wie wird die Schuld festgestellt, und welchen Sinn soll die „Strafe“ haben? Jetzt wurde das Thema erst richtig spannend. Um die Begriffe „Gerichtsverhandlung“, „Gerichtsurteil“ und „Strafmaß“ in der Praxis studieren zu können, besuchten die Schülerinnen und Schüler am Dienstag, den 20.05.2014 das Amtsgericht in Hanau. Sie wohnten mehreren öffentlichen Gerichtsverhandlungen bei. Besonders aufschlussreich war für die Schülerinnen und Schüler der Fall einer Unterschlagung. Der Angeklagte hatte ein Handy gefunden und eingesteckt. Bei dieser Verhandlung erfuhren die Jugendlichen, dass man hart bestraft werden kann, wenn man Fundsachen an sich nimmt und behält, unabhängig davon wie klein oder wertlos diese erscheinen. Auch die beiden Fälle von Körperverletzungen beeindruckten die Schüler nachhaltig. Die große Wirkung von Zeugenaussagen auf den Ausgang einer Gerichtsverhandlung konnten die Ethikschüler ganz nah miterleben. Die Richterin und die Staatsanwältin nahmen sich im Anschluss an die Verhandlung noch Zeit, um Fragen der Siebtklässler zu beantworten und um ausführlich zu erläutern, wie sie zu ihrer Entscheidung bezüglich der Strafe gekommen sind. Sehr angetan waren die Jugendlichen von der Staatsanwältin, die nicht sehen kann, aber dafür „umso besser die feinen Untertöne hört“, erklärten die Schülerinnen und Schüler. Diese folgten den Verhandlungen mit Konzentration und großem Interesse. Insgesamt war die Exkursion eine gelungene und sicherlich nachhaltige Erfahrung.
von Susanne Muß, Ethiklehrerin